Spiel und Erkenntnis
Jonah stand auf, wischte sich den Schmutz von den Handflächen und blickte zurück in Richtung Straße. Die Wunden des Nashorns – tief, aber gemustert – tauchten in seiner Erinnerung auf und passten perfekt zu den kreisförmigen Abständen der Schlinge, die er gerade ausgegraben hatte. “Das ist kein Zufall”, murmelte er, während sich das Gewicht der Entdeckung wie ein Stein in seiner Brust niederließ. Mit zusammengekniffenen Augen suchte er das umliegende Gelände nach weiteren Fallen oder Fußspuren ab, die auf den Täter hinweisen könnten. Die Verbindung war unbestreitbar. Jemand hatte hier illegale Fallen aufgestellt und das arme Nashorn war ihnen zum Opfer gefallen. Sein Kiefer krampfte sich zusammen, als seine Besorgnis in Wut umschlug – wer auch immer das getan hatte, musste in der Nähe sein, und Jonah wollte ihn nicht damit davonkommen lassen.

Spiel und Erkenntnis
Die traurige Wahrheit
Ein Schauer lief Jonah über den Rücken, als ihm die ganze Realität bewusst wurde – das Nashornbaby war nicht nur verletzt, sondern auch benutzt worden. Die sauberen, präzisen Schnitte waren nicht zufällig. Sie stammen nicht von einer natürlichen Verletzung, sondern von Grausamkeit. “Jemand benutzt den Kleinen”, flüsterte er bitter und ballte die Fäuste an seinen Seiten. Sein Magen drehte sich vor Wut und Trauer, wenn er das Ausmaß der menschlichen Gier erkannte. Die hilflose Kreatur hatte sich nicht nur verirrt, sie war auch geködert worden, möglicherweise um andere anzulocken. Jonah holte tief Luft und zwang sich, seine Gefühle zu beruhigen. Er musste schnell zu Karen zurückkehren. Was auch immer diese Operation war, sie war organisiert – und das Nashorn war immer noch in Gefahr.

Die traurige Wahrheit

